Medikamente

Medikamente sind in der Psychiatrie und auch in der Psychosomatik oft eine grosse Hilfe. Wenn eine Krankheit stark ausgeprägt ist, oder sich ein Zustand schon über lange Zeit verfestigt hat, können Medikamente helfen eine Besserung zu erreichen. Bei der Anwendung von Medikamenten gilt der Grundsatz: "Sowenig wie möglich und soviel wie nötig". Auch in Notfallsituationen können Medikamente eine grosse Hilfe sein. Beispielsweise präsentierte sich schon so manche Krise in ganz anderem Licht, wenn man mal eine Nacht gut schlafen konnte.


Ein beträchtlicher Teil der Medikamente, die in der Schweiz abgegeben werden, werden nie eingenommen. Dies ist besonders bei psychiatrischen Medikamenten sehr verbreitet.
Ich bitte jede und jeden, sich immer offen und direkt an den verordnenden Arzt zu wenden, wenn Sie ein Medikament nicht nehmen wollen. Das ist Ihr gutes Recht.
Meinerseits bin ich immer offen, die Notwendigkeit von Medikamenten zu hinterfragen.

Wann immer möglich empfehle ich den Einsatz von Phytotherapeutika. Das sind Medikamente die aus Pflanzen oder einzelnen Teilen davon hergestellt werden. Diese Medikamente zeigen oft hervorragende Wirksamkeit und gute Verträglichkeit. Daher gibt es in der Schweiz bereits eine breite Palette solcher Medikamente, deren Kosten von der Grundversicherung übernommen werden. Nicht zu vergessen ist dabei, dass bei der Produktion dieser Medikamente keinerlei Sondermüll anfällt.

(Bem: Nicht zu verwechseln sind Phytotherapeutika mit homöopathischen Zubereitungen. Bei homöopatischen Mitteln sind mit heute verfügbaren Messgeräten keine Inhaltsstoffe nachweisbar. Phytotherapeutika enthalten hingehen, wie die Pflanzen selbst auch, gut messbare Mengen einer Vielzahl von Wirkstoffen)

Im Bereich Phytotherapeutika habe ich auch meine Doktorarbeit verfasst. Wer sich dafür interessiert, kann diese hier nachlesen.