Sprechstunden

In den Sprechstunden findet die eigentliche Arbeit eines Psychosomatikers bzw. Psychiaters statt.

Leichtere Störungen
Bei leichteren Schwierigkeiten geht es zu Beginn einer Therapie als Erstes darum, sich gegenseitig kennenzulernen und mögliche Ziele zu erarbeiten. In einer zweiten Phase geht es dann darum, aus dem was ein Mensch aus der Lebensgeschichte und den aktuellen Umständen und Symptomen mitbringt und dem, was ich als Fachperson beisteuern kann, ein gemeinsames Arbeitsmodell zu entwicklen.
Das Arbeitsmodell dient in den folgenden Stunden als gemeinsame Grundlage, um konkrete Schritte hin zu den gesetzten Zielen abzuleiten. Damit ist dann oft schon einiges erreicht. Nur allzu oft ist es jedoch so, dass die Einsicht und das Wissen um die nötigen Schritte noch nicht ausreichen, um die gewünschten Veränderungen zu realisieren. Dann gilt es immer wieder aufs Neue genau hinzuschauen und zu erkennen, was es denn genau ist, was uns daran hindert die gewonnenen Erkenntnisse umzusetzen. Nötigenfalls muss auch das Arbeitsmodell immer wieder revidiert werden. Für tiefergehende Veränderungen braucht es Zeit, Zuversicht und eine positive Motivation.

Schwerere Störungen
Bei schwereren Störungen ist oft schon der Einstieg in eine vertrauensvolle Beziehung oder die Abgrenzung der Symptome zu möglichen Erkrankungen des Körpers eine erste Hürde. Ein direktes, lösungsorientiertes Arbeiten ist dann nicht immer möglich. Oft geht es darum überhaupt erst ein gewisses Mass an Stabilität und Sicherheit im Befinden, in den Beziehungen und in der Gesellschaft zu finden. Auch das kann Zeit brauchen und erfordert allenfalls weitere unterstützende Stellen und/oder Fachkräfte. Auch Medikamente sind oft ein wichtiger Bestandteil auf dem Weg dazu, überhaupt wieder Handlungsfähigkeit zu erreichen. Es ist die Aufgabe des Psychosomatikers bzw. Psychiaters Sie in all diesen Schritten zu unterstützen und dort wo es unverständlich ist, auch anzuleiten. Kann ein gewisses Mass an Stabilität und Handlungsfähigkeit erreicht werden, dann darf auch die Selbstverantwortung wieder an Bedeutung gewinnen und die Arbeit an und mit dieser rückt wieder mehr und mehr ins Zentrum. 

Die einzelnen Sprechstunden dauern jeweils 60 min. und werden von der Grundversicherung übernommen.